ANDERS WOHNEN IST MÖGLICH!

Der Gemeinschaftskompass

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Der Gemeinschaftskompass als Instrument um Gemeinschaften zu entwickeln umfasst sieben Ebenen, die es zu berücksichtigen und konstant weiterzuentwickeln gibt.

Ein möglicher Ablauf für Gemeinschaftsprojekte ist folgender

1. Erforscht eure persönliche Intention!

Was ist eure persönliche Intention? Was genau stellt ihr euch unter einem Gemeinschaftsprojekt vor? Warum wollt ihr in Gemeinschaft leben? Gibt es auch verborgene Intentionen? Eine Gemeinschaft ist keine Lösung, falls die Partnerschaft kriselt oder Einsamkeit da ist. Zuviel Erwartung überfrachtet das Projekt. Gemeinschaftlich wohnen ist kein Honigschlecken, sondern ein herausforderndes Projekt auf mehreren Ebenen.

2. Was ist die gemeinschaftliche Intention?

Was wollen wir gemeinsam machen, erreichen, erfüllen?

Hierzu braucht es am besten 3-4 Gleichgesinnte oder maximal 7-8 Personen.  In dieser Gruppengröße ist eine sehr tiefe Auseinandersetzung möglich und auch die Chance vorhanden einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Findet sich kein gemeinsamer Nenner, dann ist das überhaupt nicht schlimm, sondern eine Vermehrung von Projekten. Außer das Projekt ist so groß, dass alle Platz hat.

Wichtig: keine Dinge die nicht zusammenpassen zwingend zusammenzwängen!

Es kann auch sein, dass diese Kleingruppe nur ganz wenig Intention hat, aber sie muss für alle passen. Die Spannweite reicht von einem Wohnprojekt mit gemeinsamen Garten und einmal im Monat gemeinsam grillen bis hin zu einer Lebensgemeinschaft.

Dies ist der Moment einen Ort zu suchen und zu finden.

3. Rechtsform festlegen und gründen

Denn es kann sein, dass es mit einem Mal – insbesondere beim Kauf der Immobilie – schnell gehen muss und dann ist es gut, wenn es schon eine Rechtsform gibt.

4. Finanzierungsmöglichkeiten prüfen

5. Strukturen festlegen

Wie gelingen Entscheidungen? Ist ein sachlicher Konsent wichtig oder eine Abstimmung mit Mehrheit? Wäre Soziokratie geeignet? In diesem Moment gilt es auch die Strukturen der Gemeinschaftsbildung festzulegen. Neben dem Projektaktivismus braucht es auch eine Kommunikationskultur, Gemeinschaftsbildung, Begegnungsmöglichkeiten und konstruktive Konfliktlösungsmethoden.

6. für neue Mitglieder öffnen

Jetzt ist der Moment das Projekt für andere Menschen zu öffnen. Vielleicht gibt es bereits eine Interessentenliste, ansonsten gilt es jetzt das Projekt sichtbar zu machen

7. Sichtbarmachung und Öffentlichkeitsarbeit

Das Projekt in die Welt tragen und sichtbar machen. Öffentlichkeitsarbeit für neue BewohnerInnen, aber auch um die Intention des Gemeinschaftsprojektes in die Welt zu tragen.

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